
Ganz ehrlich gesagt, kamen mir diese Wochen wie die vier laengsten Wochen meines Lebens vor. Das Alleinsein war fuer mich eine Reise zu mir selbst. Denn ohne Auto, ohne mobil zu sein, teilweise ohne Strom, ohne Internet, ja sogar ohne Handy musste ich lernen, mit mir selbst auszukommen. Und Gottseidank bin ich bei mir angekommen... Das Drumherum konnte ich bisher durchaus geniessen, denn schliesslich gehoert Afrika zu meinem Leben. Um nur ein paar Stichworte zu nennen: Selten in meinem Leben so viel gelacht, so viele schoene Sonnenauf- und untergaenge erlebt und gleichzeitig immer wieder so tief beruehrt, das Morgengebet, die Gottesdienste, das mehrstimmige Singen, die Schoenheit der Berghoehen Karagwes auf der einen und die unbeschreibliche Armut oder auch der Reichtum auf der anderen Seite.
Um es auf den Punkt zu bringen: Einerseits viel Staub... Der rote Laeterit der Buschstrassen Karagwes zieht in alle Fasern ein, ob man will oder nicht. Das ist die eine Seite. Aber dann versuesst mir eines meiner afrikanischen Lieblingsgerichte das Leben: Papaya mit Milchpulver (richtig zubereitet schmeckt es wie Sahne), mit dem Zauberstab verquirlt, ein Papayadesert, das je nach Art und Reifegrad der Papaya mehr oder weniger nach Karamell schmeckt. Und dann soll Papaya schliesslich alten Maennern auch gut tun... Na also!